Das Wichtigste auf einen Blick!


Allgemeine Fragen

Eine private Zahnzusatzversicherung kann v.a. für diejenigen Patienten Sinn machen, die an einer Parodontitis leiden, die schon einige Füllungen oder auch Zahnersatz (Kronen, Brücken oder Prothesen) bekommen haben. Denn im Laufe eines Lebens müssen diese Zähne mit Sicherheit erneuert werden. Außerdem sind regelmäßige Professionelle Zahnreinigungen sehr sinnvoll und werden sehr oft von Zusatzversicherungen übernommen.

Vor einer geplanten Behandlung erhalten Sie von uns in der Regel einen Heil- und Kostenplan HKP oder einen Kostenvoranschlag. Idealerweise schicken Sie diesen in Kopie vor Behandlungsbeginn zu Ihrer Zusatzversicherung. Diese kann Ihre individuellen Ansprüche auf Erstattung gemäß Ihrem Vertrag prüfen und Ihnen dann eine komplette oder anteilige Kostenzusage senden. Nach Behandlungsende erhalten Sie über unser Abrechnungszentrum BFS Health Finance eine Rechnung, die Sie dann bei Ihrer Zusatzversicherung einreichen und eine Erstattung auf Ihr Konto erhalten. Je nach Bearbeitungszeit kann es daher auch sein, dass Sie in Vorleistung treten müssen.

Falls Ihre Zusatzversicherung nicht alle Kosten übernimmt, so hängt dies mit Ihrem Vertrag zusammen. Wenden Sie sich bei Erstattungsfragen bitte an unser Abrechnungszentrum BFS Health Finance unter 0231- 945 362-600

Wir haben gemeinsam mit Ihnen Zahnersatz geplant und hierfür einen Heil- und Kostenplan HKP (rosa Formular) und eine Kostenschätzung individuell für Sie erstellt. Diese Berechnung ist vorläufig und rechnet keinen eventuell zusätzlichen Zuschuss Ihrer Krankenkasse beispielsweise durch Ihr Bonusheft mit ein. Schicken Sie bitt daher den HKP mitsamt Ihres Bonusheftes (wir empfehlen eine Kopie) zur Genehmigung zu Ihrer Krankenkasse. Diese Genehmigung ist zwingend notwendig, damit wir mit Ihrem neuen Zahnersatz beginnen dürfen. In vereinzelten Fällen kann es sein, dass die Krankenkasse zur Prüfung einen Gutachter beauftragt, der dann die finale Genehmigung erteilt.

Zunächst einmal ist es toll, dass Sie auf unserer Seite gelandet sind und sich informieren. Das ist schon mal der erste Schritt. Stöbern Sie gerne noch ein bisschen weiter, um uns und unser besonderes Konzept kennenzulernen. Denn dann werden Sie merken: Wir sind anders.

Wenn Sie mögen, kommen Sie doch persönlich vorbei, um Ihren Ersttermin zu vereinbaren. Schauen Sie sich schon mal um und trinken vielleicht auch nur einen Kaffee!? Unser Versprechen an Sie: Wir machen beim ersten Termin keine direkte Behandlung, auf die Sie sich nicht vorbereiten können. Idealerweise nehmen wir Ihren Zahnstatus auf, machen gegebenenfalls ein Röntgenbild und erstellen gemeinsam für Sie einen Behandlungsplan.

Und noch ein Tipp: Gehen Sie nie ohne den nächsten Termin bereits ausgemacht zu haben – denn das ist im Idealfall nur eine Vorsorge mit Zahnreinigung in 6 Monaten.

Leider richten sich Zahnschmerzen nicht nach Wochentagen und können auch mal am Wochenende oder an Weihnachten auftreten. Für solche Fälle gibt es einen zentral organisierten zahnärztlichen Notdienst in Köln. Sie können sie zuständige Praxis unter folgender Telefonnummer in Erfahrung bringen: 01805 / 98 67 00

Falls Sie bei einem anderen Zahnarzt zur Behandlung im Notdienst waren, bitten Sie diesen um ein kurzes Schreiben, was gemacht wurde, und lassen Sie sich bitte ein eventuell gemachtes Röntgenbild aushängen. Dies ist für uns zur Weiterbehandlung sehr hilfreich.

Die klassische Amalgamfüllung ist eine Legierung aus Quecksilber, Silber, Kupfer und Zinn. Es ist das am längsten verwendete Füllungsmaterial in der Zahnmedizin, wird jedoch wegen des Quecksilberanteils kontrovers diskutiert. Konkret gibt es bislang keinen eindeutigen Beweis dafür, dass Amalgam das Krebsrisiko erhöht oder andere gesundheitliche Beschwerden auslöst.

Zahnfleischbluten ist ein weitverbreitetes Symptom, das meist durch mangelnde Mundhygiene bedingt ist. Wenn es beim Zähneputzen oder beim bekannten herzhaften Biss in den Apfel blutet, ist dies häufig das Anzeichen einer Zahnfleischentzündung, auch Gingivitis genannt. Durch gründliches Reinigen zuhause und durch eine Professionelle Zahnreinigung in der Praxis lässt sich dies in den meisten Fällen beheben.

Wird die Gingivitis jedoch nicht erkannt oder behandelt kann sie in einen chronischen Zustand übergehen, der als Parodontitis (fälschlicherweise auch als „Parodontose“ bezeichnet) bekannt ist. Hier beschränkt sich die Entzündung nun nicht mehr nur auf das Zahnfleisch, sondern erstreckt sich auf den gesamten Zahnhalteapparat. Dies führt zu einem Abbau des Knochens sowie zur Lockerung und letztlich zum Verlust der Zähne. Die Parodontitis wird durch bestimmte Faktoren wie Rauchen und die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus verstärkt und bedarf einer speziellen zahnärztlichen Therapie.

Also sprechen Sie uns bei Zahnfleischbluten unbedingt an oder vereinbaren ein Termin.

Immer wieder kursieren Meldungen, die behaupten, dass fluoridhaltige Zahnpasta schädlich und für Kinder sogar sehr giftig ist. Aber kaum eine Substanz ist so gut untersucht wie Fluorid. Zudem ist es der Schlüssel zur Kariesprophylaxe, denn sie macht den Zahnschmelz resistenter gegen die Mikroorganismen und Säuren, die sich natürlicherweise im Mund befinden oder die wir mit der Nahrung aufnehmen. Außerdem hemmt Fluorid das Wachstum von Bakterien. Also: Der wichtigste Bestandteil einer Zahnpasta ist Fluorid, das ist bewiesen!

Kaugummikauen – aber natürlich nur die zuckerfreien! Kaugummis – stimuliert den Speichelfluss und das hat eine positive Wirkung auf die Mundgesundheit. Der ph-Wert im Mundraum steigt wieder an und schädliche Säuren werden von den Zähnen entfernt. Zuckerfreie Kaugummis mit Xylitol oder Xylit sind noch zahnfreundlicher, sie lassen schädliche Bakterien quasi verhungern.

Sicherlich haben Sie sich schon einmal bei einem Besuch in unserer Praxis gefragt, ob die ein oder andere Röntgenaufnahme und die damit verbundene Strahlung wirklich notwendig sind.In ihrem alltäglichen Leben sind Sie, meist unbewusst, permanent natürlichen Röntgenstrahlen ausgesetzt – das wissen die meisten nur leider nicht.

Dank modernster Geräte bieten wir ausnahmslos digitales Röntgen – nach Bedarf auch direkt am Behandlungsstuhl. Die Strahlenbelastung wird um 90% im Vergleich zum analogen Röntgen reduziert und man erzielt bessere Bildqualitäten. Zudem schont die Digitaltechnik nachhaltig die Umwelt, weil umweltbelastende Materialien wegfallen. Die durchschnittliche Belastung durch ein Röntgenbild liegt bei 0,005 mSv (Milli-Sievert). Hier ein paar Vergleiche:

  • Natürliche Strahlung der Umwelt pro Jahr 1-10 mSv
  • Flug von Frankfurt nach New York 0,28 mSv
  • 100 Stunden vor einem Bildschirm 0,12 mSv
  • 100 Stunden Farbfernsehen 0,10 mSv
  • Mammographie beidseitig 0,60 mSv

Diese Zahlen sprechen für sich und wir hoffen, dass wir damit ein wenig Ihre „Angst“ vor den unsichtbaren Strahlen nehmen konnten.

Hier gibt es keine eindeutige Antwort. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Verwendung der Anästhetika in normaler Dosierung nicht das Reaktionsvermögen beim Autofahren einschränken. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass es durch Stress und Angst während der Behandlung, gekoppelt mit der Einnahme von anderen Medikamenten, zu einer Verminderung der Fahrtüchtigkeit kommen kann. Es ist daher unsere Empfehlung, wenn es sich einrichten lässt, lieber mit Bus oder Bahn den Weg zu uns zurückzulegen und nicht mit dem PKW. Muss es unbedingt der PKW sein, dann hilft allenfalls auch eine Begleitperson, die sich dann ans Steuer setzt und Sie nach Hause lenkt. Gute Fahrt!

Wir als Zahnarztpraxis behandeln am liebsten Zähne und möchten unsere Zeit und Leidenschaft ganz Ihrer Behandlung widmen. Daher haben wir uns für die Zusammenarbeit mit einem der im medizinischen Bereich führenden Abrechnungszentren BFS Health Finance entschieden. Hier können Sie ganz einfach am Ende einer Behandlung mit Einreichen der Rechnung eine Ratenzahlungsvereinbarung zu individuellen Konditionen und Laufzeiten abschließen. Nutzen Sie ganz einfach auch den Ratenzahlungsrechner unter folgendem Link: BFS Teilzahlungsrechner

Ein Provisorium wird sinnvollerweise nur mit einem leichten Klebematerial befestigt, damit man es auch gut wieder entfernen kann. Sollte es sich daher am Wochenende lösen, können Sie versuchen es mit einem kleinen Punkt Zahnpasta selbst wieder zu befestigen, es passt wie ein Puzzleteil auf Ihren Zahn. Trocken sich hierzu Ihren Zahn und das Provisorium, setzen es ein und beißen 2 Minuten auf etwas Weiches wie z.B. ein Taschentuch. In allen anderen Fällen können Sie auch jederzeit den zahnärztlichen Notdienst konsultieren oder Sie melden direkt wieder zu unseren Öffnungszeiten und wir finden einen zeitnahen Termin, Ihr Provisorium wieder zu befestigen.

Wir als Zahnarztpraxis behandeln am liebsten Zähne und möchten unsere Zeit und Leidenschaft ganz Ihrer Behandlung widmen. Daher haben wir uns für die Zusammenarbeit mit einem der im medizinischen Bereich führenden Abrechnungszentren BFS Health Finance entschieden. Diese haben eine eigene Abteilung und Service für Erstattungsprobleme und helfen an dieser Stelle in Zusammenarbeit mit unserer Praxis gerne weiter.

Die meisten Blutungen sind harmlos, denn schon ein Tropfen Blut mit Speichel gemischt erscheint wie ein ganzer Mund voller Blut. Nehmen Sie im Falle einer Nachblutung einen Tupfer oder ein sauberes Stofftaschentuch und beißen für ca. 60 Minuten fest zu. Falls dies nicht hilft, setzen Sie sich bitte schnellst möglich mit uns in Verbindung.

Nein, natürlich nicht. Wenn Sie genügend Platz haben, gerade stehen und Sie ihnen viel Liebe beim Putzen schenken, können Sie Ihre Weisheitszähne auch ein Leben lang behalten. Aber oft ist evolutionsbedingt der Kiefer zu klein und es bestehen bestimmte Komplikationen und Gefahren: wenn Weisheitszähne benachbarte Zähne schädigen, Beschwerden beim Kauen und Schlucken verursachen oder für häufige Infektionen verantwortlich sind, sollten sie entfernt werden. Ein Röntgenbild oder eine 3D-Aufnahme geben hierzu oft Aufschluss und wir beraten Sie gerne.

Damit Sie sie Lokalanästhesie so wenig wie möglich spüren, setzen wir unser ganzes Repertoire und Fingerspitzengefühl ein. Bei uns bekommt jeder Patient ein Oberflächenanästhesikum, das vor dem „Pieks“ schon mal das Zahnfleisch betäubt. Und dann ist es auch schon schneller vorbei als Sie denken.

Die wichtigsten Tipps gegen Mundgeruch erst mal vorab:

  • Selbstverständlich zweimal am Tag Zähne putzen, besser sogar dreimal
  • Zahnseide ist einmal am Tag unverzichtbar
  • Eine Mundspülung macht zusätzlich einen frischen Geschmack, ersetzt aber nicht die Zahnseide
  • Zusätzlich gerne die Zunge putzen (z.B. mit der normalen Zahnbürste oder einem Zungenreiniger)

Manchmal hat schlechter Atem aber auch nichts mit der Mundhygiene zu tun. Es kann z.B. auch an Karies, Parodontitis, Erkrankungen wie Diabetes, Nasen- oder Rachenerkrankungen, am Magen oder an Medikamenten liegen. Daher freuen wir uns über Ihren Besuch, Sie brauchen keine Hemmungen haben – das Thema ist uns bekannt!

Schon gewusst?! Koffein hilft, dass die Wirkung der Spritze schneller nachlässt. Bei uns gibt es deshalb einen leckeren Kaffee, Cappuccino oder Tee (am liebsten ohne Zucker) auch zum Mitnehmen – gerne der Umwelt zuliebe im eigenen Togo-Becher. Aber Vorsicht: nicht zu heiß trinken!

P.S.: Natürlich hilft hier auch eine Cola oder ein anderes koffeinhaltiges Getränk.

Wir freuen uns sehr, dass Sie einen Termin in unserer Praxis gemacht haben und wir uns kennenlernen. Bei Ihrem ersten Besuch möchten wir Sie besonders ausführlich beraten und untersuchen. Bitte planen Sie hierfür deshalb ca. 30-45 Minuten ein. Außerdem werden wir Sie darum bitten, unseren Anamnesebogen mit Fragen zu Ihrer Gesundheit und Ihren Wünschen auszufüllen. Falls bereits aktuelle Röntgenbilder vorhanden sind, bringen Sie diese bitte mit. Seien Sie deshalb am besten 10 Minuten vor Beginn Ihres Termins in unserer Praxis – oder bringen Sie den Bogen bereits vorausgefüllt mit.

Denken Sie als gesetzlich Versicherter auch unbedingt an Ihre aktuelle Versicherungskarte mit der G2 Kennzeichnung. Herzlichen Dank

Wenn Sie zum Beispiel im Zuge einer Behandlung für eine Krone oder Brücke ein Provisoium bekommen haben, so sollten Sie Folgendes beachten:

  • Versuchen Sie bitte auf der betroffenen Seite nicht direkt abzubeißen oder keine sehr harten oder klebrigen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen
  • Haben Sie ein Provisorium in deutlich sichtbaren Bereich, vermeiden Sie bitte Curry bzw. Curcuma oder andere stark färbende Lebensmittel wie z.B. Rotwein

Generell reinigen elektrische Zahnbürsten die Zähne besser als Handzahnbürsten – allerdings nur, wenn die Putzzeit gleich ist. Anders ausgedrückt: Wer bereit ist, etwas länger zu putzen, kann mit der Handzahnbürste ein ähnliches Ergebnis erzielen. Mit der elektrischen Zahnbürste kommt man schlichtweg schneller voran, sie nimmt einen Teil der Putzbewegungen ab.

Eine leichte Überlegenheit der elektrischen Bürsten bestätigt eine 2014 aktualisierte Übersichtsarbeit der Cochrane Kollaboration, eines Netzwerks von Wissenschaftlern, das Studien nach strengen wissenschaftlichen Kriterien auswertet. Demnach beseitigten die Hightech-Bürsten den bakteriellen Zahnbelag, auch Plaque genannt, etwas besser. Auch Zahnfleischentzündungen traten etwas weniger auf.

Aber wie man in Köln sagt: Jeder Jeck is anders. Mit der richtigen Putztechnik passt beides!

Wer uns einmal im Jahr besucht, der verdient sich einen Stempel im Bonusheft. Das macht nicht nur ein gutes Gefühl, sondern bewirkt auch, dass mal als gesetzlich versicherter Patient im Falle von Zahnersatz (Kronen, Brücken, …) eine höhere Erstattung seitens der Krankenkasse bekommt. Noch besser ist es die zahnärztliche Kontrolle halbjährlich durchzuführen, das bezahlt sogar die Krankenkasse!

Jeder von uns hat doch seine bestimmte Morgenroutine: aufstehen, ab ins Bad, duschen, Zähne putzen, anziehen -dann kommt das Frühstück. Oder doch eher anders herum!? aufstehen, duschen, anziehen, Frühstück und fast schon auf dem Weg noch schnell die Zähne putzen. Wie ist es nun am sinnvollsten?

Eigentlich – so haben wir es irgendwann einmal gelernt – sollte man die Zähne nach jeder Hauptmahlzeit putzen. Da dies so aber nicht immer umsetzbar ist gilt: mindestens zweimal am Tag. Am besten nach dem Frühstück und nach dem Abendessen.

Nach dem Frühstück wird der Zahnschmelz angreifbarer

Dabei gilt aber: Nicht direkt nach dem Frühstück die Zahnbürste in die Hand nehmen und putzen, denn das kann mehr Schaden anrichten. Der Grund hierfür ist, dass unsere Zähne direkt nach dem Essen einem richtigen Säureangriff ausgesetzt sind. Fruchtsäfte wie der beliebte Orangensaft beispielsweise enthalten besonders viel Säure. Aber auch Lebensmittel, die viel Zucker enthalten, beeinflussen den pH-Wert im Mund deutlich.

Die Säure greift in der Folge den Zahnschmelz an und weicht ihn auf. Das heißt, direkt nach dem Essen werden die Zähne etwas weicher, es findet eine Demineralisierung statt. Wer dann zur Bürste greift, der reibt damit die aufgeweichte Oberfläche auf – und schadet so dem Zahn mehr, als ihm zu helfen. Daher gilt: 30 Minuten nach der Mahlzeit die Zähne putzen ist die beste Wahl.

Wenn es geht, sollte man 30 Minuten mit dem Zähneputzen warten, vor allem wenn man säurehaltige Getränke oder Nahrungsmittel zu sich genommen hat. In der Zwischenzeit remineralisiert der Zahn, wichtige Bausteine wie Calcium oder Phosphat gehen in den Zahn zurück und er ist wieder besser geschützt. Wer nach dem Frühstück keine halbe Stunde Zeit hat, dem empfehlen wir deshalb, lieber schon vor der ersten Mahlzeit die Zahnbürste zu benutzen. Putzen wir schon vor dem Frühstück, stärken die Mineralstoffe in der Zahnpasta gleichzeitig den Zahnschmelz.

Die häufigsten Fragen zum Thema Zähneknirschen

Dass auch Kinder mit den Zähnen knirschen, ist nichts Ungewöhnliches. Im Normallfall ist dies nicht schädlich, selbst wenn das Knirschen im Milchgebiss deutliche Spuren hinterlässt. Erst im Anschluss an das Durchbrechen der bleibenden Zähne sollte das Knirschen aufhören und der Zahnhalteapparat geschützt werden. Vorher ist das Knirschen meistens ein normaler Vorgang, der aus dem starken Wachstum des Kiefers resultiert. Sollten Eltern den Eindruck gewinnen, dass Stress oder Druck die Ursache und das kindliche Knirschen unnatürlich ist, empfehlen wir einen Termin in unserer Praxis, damit wir uns gemeinsam ein Bild machen können.

Gemäß wissenschaftlichen Studien empfindet fast jeder Dritte vom Zähneknirschen Betroffene diffus oder lokale Mund- und Gesichtsschmerzen. In diesen Fällen wird allgemein von einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) als Bezeichnung für eine Fehlfunktion des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur gesprochen. Eine solche CMD kann sich z.B. ausdrücken durch Schmerzen im Kiefergelenksbereich. Während sich unsere zahnärztliche Behandlung in erster Linie auf eine maßgeschneiderte Schienentherapie mit einer Aufbiss-Schiene (Okklusionsschiene) aus transparentem Kunststoffmaterial bezieht, kann es je nach Symptomen und Entwicklung sinnvoll sein, auch Physiotherapeuten oder Ärzte anderer Fachrichtungen aufzusuchen.

Wenn Sie oder ggf. Ihr Partner bemerkt, dass Sie tagsüber (Wachbruxismus) oder nachts (Schlafbruxismus) öfter mit den Zähnen knirschen bzw. diese aneinander reiben oder fest aufeinanderpressen, empfehlen wir Ihnen einen Besuch in unserer Zahnarztpraxis, damit wir die Ursachen näher untersuchen und die auftretenden Symptome nach einer Funktionsanalyse mildern können, z.B. durch die Therapie mit einer individuellen Aufbissschiene (Okklusionsschiene).

Sofern eine nicht gut sitzende Füllung, ein Inlay oder sonstiger Zahnersatz der Auslöser fürs Knirschen ist, kann dies in den meisten Fällen recht problemlos durch Abschleifen der betroffenen Oberflächen gestoppt werden.

Die Maßanfertigung einer Aufbiss-Schiene (Okklusions- bzw. Michiganschiene) aus transparentem Kunststoffmaterial schafft oftmals Abhilfe. Der unmittelbare Kontakt der Zahnreihen bzw. Zähne des Ober- und des Unterkiefers beim Beißen wird dadurch verhindert und der Zahnschmelz sowie Zahnhalteapparat geschützt und zeitgleich die Kiefergelenke entlastet.
Zudem können wir im Bedarfsfall Physiotherapie mit Schwerpunkt Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) verschreiben. Entsprechende physiotherapeutische Übungen fördern die Durchblutung, lockern die Muskeln und trainieren die Bewegungen des Kiefers. Auch zu Hause lässt sich dem Zähneknirschen durch entsprechende entspannende Übungen eines Physiotherapeuten vorbeugen.
In seltenen Fällen sind beim Zähneknirschen in der Therapie ergänzend und für begrenzte Zeit auch schmerzlindernde Medikamente oder muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxans) ratsam.

In erster Linie empfinden Betroffene nach dem Aufstehen oft Schmerzen an Zähnen und im Kieferbereich. Das Knirschen wirkt sich im Falle einer regelmäßigen Angewohnheit auch auf die Muskeln im Gesicht und Nacken aus, so dass Verspannungen und in Extremfällen auch Blockaden des Kiefers oder der Hals- und Nackenmuskulatur entstehen können. Daraus können wiederum Kopf- oder Rückenschmerzen resultieren, die oftmals von Patienten im ersten Moment nicht dem Knirschen der Zähne als mögliche Ursache zugeordnet werden.
Sofern die Angewohnheit des Knirschens über einen längeren Zeitraum auftritt, können die Kauflächen an Kontur bzw. Oberflächenbeschaffenheit verlieren, weil die Zähne stetig weiter abgeschliffen werden. Der Zahnschmelz – dies ist die äußere, harte Hülle des Zahns – kann dann Risse bekommen, bis der Zahnschmelz teilweise abplatzt und man im z.B. an den Zahnhälsen einen keilförmigen Defekt erkennen kann. In seltenen Fällen können Zähne sogar vollständig brechen, so dass ein Zahnverlust ggf. unvermeidbar ist. Sichtbar wird eine entsprechende fortgeschrittene Entwicklung des unbehandelten Zähneknirschens auch durch zurückgehendes Zahnfleisch sowie die Freilegung empfindlicher Zahnhälse. Unter Umständen können auch Füllungen, Inlays oder sonstiger Zahnersatz (Kronen, Brücken) durch das Knirschen beschädigt werden. Sofern die Gelenkscheiben (Discus articularis) verrutschen, wird die richtige Mundöffnung sehr schwierig.

In erster Linie empfinden Betroffene nach dem Aufwachen oft eher diffuse Schmerzen an Zähnen und Kiefer, der sich steif oder müde anfühlen kann, vergleichbar auch mit einem Muskelkater der Kiefermuskeln bzw. Kaumuskeln.
Viele weitere Anzeichen können jedoch auf Bruxismus hindeuten, beispielsweise:

• schmerzempfindliche Zähne
• Abgeknirschte Eckzähne (keine Eckzahnspitze mehr)
• Kauapparat/Kaumuskulatur reagiert empfindlich auf Druck
• abgeriebene Kauflächen ohne Kontur im Unterkiefer/Oberkiefer
• Abdrücke der Zähne in Zunge und Wange
• Risse und Absprengungen am Zahnschmelz (oft keilförmig)
• muskuläre Verspannungen der Kiefer-, Nacken- oder Gesichtsmuskulatur bzw. des Kaumuskels
• Kopfschmerzen direkt nach dem Aufwachen
• Knacken im Kiefergelenk
• Schwierigkeiten bei der Mundöffnung
• u.U. auch Verspannungen und Schmerzen im Rückenbereich

Die häufigsten Fragen zur Karies

Milchzähne können ebenfalls Karies bekommen, auch bereits bei Kleinkindern. Allgemein sollten sich Eltern bestmöglich und mit Sorgfalt darum bemühen, dass Milchzähne möglichst kein Loch bzw. keine Karies bekommen, Zahnfüllungen daher nicht nötig werden und im Allgemeinen die Milchzähne nicht zuletzt aufgrund ihrer Funktion als Platzhalter für die bleibenden Zähne so lange wie möglich zum Kauen und zum Sprechen erhalten bleiben.

Da manche Milchbackenzähne sogar erst mit bis zu 12 Jahren durch den bleibenden Zahn ersetzt werden, ist eine Kontrolle der Fissuren (Kauflächen der Backenzähne) daher empfehlenswert – optional kann deren Versiegelung ratsam sein. Im Falle von fortgeschrittenem Kariesbefall ist auch bereits bei Kleinkindern eine Zahnfüllung sinnvoll, um den Zahnerhalt bis zum Durchbruch des bleibenden Zahns sicherzustellen. In unserer Zahnarztpraxis verzichten wir prinzipiell und aus Überzeugung auf Amalgamfüllungen

Ja, wir unterscheiden im Groben zwischen drei Typen von Karies:

  1. Oberflächenkaries
    An der flachen Außenseite der Zahnoberfläche auftretend, entsteht diese Art insbesondere dann, wenn sich Plaque festsetzt, weil die Erreger-Bakterien nicht rechtzeitig entfernt werden. Diese Art von Karies tritt im ersten Stadium auf und kann unter Umständen und unter der Voraussetzung sorgfältiger Mundhygiene mit Nutzung von fluoridhaltiger Zahnpasta sowie regelmäßigen Zwischenzahnreinigungen ohne Bohren und notwendigen Zahnersatz behandelt werden.
  2. Zahnhalskaries
    Diese Art der Karies tritt an der Oberfläche des Zahnhalses auf. Im Allgemeinen handelt es sich um eine häufige Art bei Erwachsenen, die meist mit einer besonderen Zahnempfindlichkeit und normalerweise größeren Beschwerden bzw. Zahnschmerzen einhergeht. Im Gegensatz zu Oberflächenkaries entsteht Zahnhalskaries dort, wo nicht ausreichend schützender Zahnschmelz vorhanden ist, so am Zahnhals. Wenn der Zahnhals, so wie es sein sollte, vom gesunden Zahnfleisch umgeben ist, wird Zahnhalskaries vorgebeugt. Sofern die Zahnhälse allerdings freiliegen, zum Beispiel aufgrund einer Parodontitis, können Kariesbakterien an den ungeschützten Bereichen des Zahnes Schäden verursachen. In diesem Stadium ist eine schnelle Kariestherapie unbedingt nötig, um Auswirkungen auf die Wurzel zu verhindern und damit das Risiko des Zahnverlustes zu mindern.
  1. Grübchen- / Fissuren-Karies
    Diese Art der Karies tritt an den Kauflächen der Backenzähne (Okklusalflächen) auf. Verbleibende Speisereste in den Fissuren in Verbindung mit erschwerten Reinigungsmöglichkeiten in den feinen Spalträumen der Fissuren begünstigen die Entstehung. Gleichzeitig lässt sich mit der richtigen Putztechnik gegen diese Art Karies vorgehen. Die Fissuren-Karies ist in manchen Fällen in der Diagnose schwieriger, weil die oberflächliche Schmelzläsion sehr gering sein kann, selbst wenn sich die Infektion im Dentin bereits weit ausgebreitet hat. Die Therapie dieser Kariesform sieht die Entfernung der Bereiche des Zahnschmelzes vor, die bereits beschädigt sind. Im Anschluss wird das befallene Dentin sorgfältig und schichtweise vorsichtig entfernt, ohne das Zahnmark (Pulpa) anzugreifen. Abschließend wird der Zahn mit einer Füllung oder einem Inlay versorgt. In unserer Zahnarztpraxis verzichten wir bei der Auswahl an verschiedenen Optionen von Zahnfüllungen prinzipiell und aus Überzeugung auf Amalgamfüllungen.

Nach der Kontrolluntersuchung Ihrer Zähne in Verbindung mit einem Röntgenbild in unserer Zahnarztpraxis können wir sagen, ob und an welchem Kariestyp Sie erkrankt sind.

Bereits in den 1970er-Jahren, genauer in den „Turku-Zuckerstudien“ von 1972 und 1975 wurde die antikariogene Wirkung von Xylit (Xylitol) in Finnland entdeckt. Inzwischen wurden hunderte Studien zur Wirkung von Xylit (Xylitol) auf die Entstehung von Zahnkaries veröffentlicht. Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff und hat eine vergleichbare Süßkraft wie Haushaltszucker bei jedoch rund 40% weniger Kalorien.

Es wurde untersucht und wird angenommen, dass Xylitol die Bildung von Zahnbelag bzw. Plaque reduzieren und auf diese Weise Karies das Wachstum Karies-erregender Bakterien hemmen und deren Festsetzung am Zahnschmelz verhindern kann. Zusätzlich wird dadurch auch die kariesfördernde Säurebildung im Zahnbelag reduziert.

Unser Lieblings-Zahnarzt-Tipp:

Der tägliche Verzehr von Xylit kann für Menschen mit erhöhtem Kariesrisiko eine sinnvolle Empfehlung sein, natürlich ergänzend zur häuslichen Mundhygiene.

Gemäß Experten sollten täglich 3* 2 g Xylitol eingenommen werden, beispielsweise durch Kaugummis, die als positiver Nebeneffekt den Speichelfluss anregen.

Ja, denn schon früh und natürlich unbewusst übertragen Eltern Karies-fördernde Bakterien auf ihre Kinder, weil nahezu jeder Mensch diese Bakterien in sich trägt. Daher ist es auch so gut wie unmöglich, sich dauerhaft vor dem Karies-Erreger Streptokokkus mutans in der eigenen Mundhöhle zu schützen. Erstrebenswert ist es, den Prozess der Übertragung auf Kinder so lange wie möglich zu verzögern: Beispielsweise sollte weder ein Schnuller noch der Löffel beim Füttern des Babys nicht zusätzlich von den Eltern in den Mund genommen werden.

Allerdings gilt auch für uns Erwachsene, dass Karies fördernde Bakterien leicht untereinander ausgetauscht werden können, z.B. beim Küssen. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns im Laufe unseres Lebens mit Kariesbakterien infizieren.

Dies ist in Bezug auf das Kariesrisiko jedoch dann nicht problematisch, wenn wir diesen Mikroorganismen Nährboden erst gar keinen Raum zum Leben bieten. Entscheidend ist hier neben regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen vor allem die eigene Prophylaxe im Rahmen der häuslichen Mundhygiene mit regelmäßiger Nutzung von Zahnseide, so dass die Entstehung von Zahnbelag minimiert wird. Im besten Fall wird dann erst gar keine Kariesbehandlung bzw. Kariestherapie zur Kariesentfernung notwendig, obwohl der Karies-Erreger Streptokokkus mutans stets anwesend ist.

Also: Mindestens zweimal täglich putzen, #flosslikeaboss für saubere Zahnzwischenräume und regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt.

Eine fortschreitende Karieserkrankung geht nicht unbedingt mit zunehmenden Zahnschmerzen einher. Dies ist auf der einen Seite zwar erfreulich, führt aber nicht selten zur irrtümlichen Selbsteinschätzung, dass keine Erkrankung vorliegt. Denn auch wenn keine Beschwerden bzw. Schmerzen empfunden werden, kann dennoch eine kariöse Infektion bestehen, die eine professionelle Kariesbehandlung in einer Zahnarztpraxis erforderlich macht, um nachhaltigen Schaden am Zahn rechtzeitig abzuwenden.

Gleichzeitig können sensible oder schmerzende Zähne ein Indiz dafür sein, dass sich eine Karies entwickelt, auch wenn äußerlich noch nichts sichtbar ist. Zur Prophylaxe sind halbjährliche Kontrolluntersuchungen mit professionellen Zahnreinigungen ideal, um Karies vorzubeugen bzw. schon in der Entstehung zu entdecken und zu therapieren. Dafür sollte von Zeit zu Zeit auch ein digitales Röntgenbild angefertigt werden, denn auch für den Zahnarzt ist selbst bei sorgfältigster Sichtkontrolle mit Lupenbrille nicht zwingend jede beginnende Karies ohne Röntgenbild erkennbar.

Nein, ein kariöser Zahn muss nur dann gezogen werden, wenn dessen Zerstörung durch die Zahnkaries schon so weit fortgeschritten ist (z.B. bis unterhalb des Knochens), dass der Zahn durch Knochenabbau bzw. Abbau der Zahnsubstanz bereits zu locker geworden ist oder der Zahn eine so starke Entzündung aufweist, dass eine Wurzelbehandlung nicht mehr möglich ist.

Daher unser Tipp: Nicht zu lange abwarten, denn eine Heilung der Infektion erfolgt nicht von selbst und je früher Sie einen Termin in unserer Zahnarztpraxis vereinbaren, umso besser können wir mit der passenden individuellen Kariestherapie weiterhelfen und das Kariesrisiko senken.

Dies ist individuell unterschiedlich. In manchen Fällen sind die Beschwerden nach der abgeschlossenen Therapie bereits beseitigt. Insbesondere nach tieferen Eingriffen (nahe am Nerven) und bei fortgeschrittenen Entzündungen ist es jedoch normal, dass noch über einen längeren Zeitraum Schmerzen auftreten, die sich häufig in Form eines Druckgefühls oder erhöhter Kälteempfindlichkeit äußern. Meistens treten die Beschwerden wenige Stunden nach der Kariesbehandlung auf, sobald die Betäubungsspritze ihre Wirkung verliert.

Sofern die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen noch nicht abklingen oder eine spürbare Verbesserung eintritt, empfehlen wir Ihnen eine Kontrolluntersuchung in unserer Praxis. Schmerzlindernde Medikamente sollten auch im Falle von Beschwerden nicht länger als drei Tage ohne professionelle Kontrolle der abgeschlossenen Kariestherapie durch einen Zahnarzt eingenommen werden.  Es ist wichtig zu wissen, dass eine einmalige Kariesbehandlung nicht sicher davor schützen kann, dass Karies erneut auftritt. Eine sorgfältige häusliche Mundhygiene mit täglicher Nutzung von Zahnseide sowie eine zahnfreundliche Ernährung und nicht zuletzt die Prophylaxe durch professionelle Zahnreinigungen sind nach Abschluss der Kariestherapie sowie auch langfristig die wichtigsten drei Voraussetzungen, damit die erfolgte Kariesentfernung nachhaltig erfolgreich bleibt.

Fluoridhaltige Zahnpasta unterstützt die Einlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz, der auf diese Weise gehärtet und im Allgemeinen widerstandsfähiger wird, auch gegen Karies. Im Falle einer beginnenden Karies können professionelle Fluoridierungsmaßnahmen mit Fluoridlack (z.B. Duraphat) in unserer Zahnarztpraxis sogar als Therapie ausreichen. Ergänzend zur Fluorid-Gabe durch den Zahnarzt wird dabei der Zahnbelag entfernt und zusätzlich eine antibakterielle Behandlung durchgeführt.

Auch weil Karies zu Beginn oftmals schmerzfrei ist, bleibt eine Infektion im Anfangsstadium oft unbemerkt. Der betroffene Bereich wird jedoch im Zeitverlauf unbehandelt immer größer, sobald sich eine Karies im Zahnzwischenraum erst einmal etabliert hat. Spürbar wird die Erkrankung zum Beispiel erst dann, wenn man mit der Zahnseide hängen bleibt, sich eine Zahnfleischentzündung entwickelt oder die Kälteempfindlichkeit zunimmt. Auch ein ungewöhnlicher Geruch bzw. Geschmack kommt nicht selten vor. Erst im weiteren Verlauf entsteht dann das „Loch“ im Zahn, das in Verbindung mit einer Entzündung des Nervs dann schließlich auch zu Schmerzen führt. Um dies zu vermeiden und eine frühzeitige Diagnose sicherzustellen, machen wir routinemäßig in gewissen Abständen digitale Röntgenbilder. Röntgen ist das dritte Auge des Zahnarztes, daher sollte ein Röntgenbild in regelmäßigen Abständen im Rahmen einer Kontrolluntersuchung gemacht werden! Wir bieten in unserer Zahnarztpraxis digitales Röntgen mit geringst möglicher Strahlung an, auch komfortabel direkt am Behandlungsstuhl.

Auch der Speichel spielt eine Rolle in der Kariesentstehung, denn Patienten mit einem reduzierten Speichelfluss haben neben dem Gefühl des trockenen Mundes auch ein erhöhtes Risiko für Karies.

Zum einen enthält Speichel mineralische Bestandteile, die dem Zahnschmelz notwendige Mineralien zuführen und daher einen Beitrag zur Reparatur des Schmelzes leisten – Zahnärzte bezeichnen dies als Remineralisierung.

Zum anderen trägt Speichel aktiv zur Selbstreinigung des Mundes bei – und damit zur Vorsorge gegen Karies und Parodontitis. Unser Speichel unterstützt die Entfernung von Speiseresten aus der Mundhöhle und verdünnt die von Kariesbakterien produzierte Säure.

Medikamente, Rauchen und Diabetes können Ursachen für eine geringere Speichelproduktion sein. Diese nimmt auf der Lebensachse jedoch auch ganz natürlich ab. Daher tritt vor allem bei älteren Menschen öfter Mundtrockenheit auf, deren Begleiterscheinungen neben dem beschriebenen, erhöhten Kariesrisiko auch Mundgeruch, Schluckbeschwerden oder ein geringerer Halt etwaiger Prothesen sein können.

Unsere Lieblings-Zahnarzt-Tipps:

  • Täglich möglichst viel Wasser oder z.B. ungesüßten Tee zu trinken, unterstützt eine größere Speichelmenge.
  • Kauen Sie Nahrung zur Anregung der Speichelproduktion sowie für eine gute Durchblutung des Zahnfleisches möglichst lange, insbesondere ballaststoffreiche Lebensmittel wie beispielsweise Vollkornbrot.
  • Sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker darauf an, ob etwaige Medikamente als Begleiterscheinung unter Umständen eine austrocknende Wirkung haben.

Bei der relativ neuen Methode der Kariesinfiltration bzw. Icon-Therapie muss nicht gebohrt werden, so dass keine gesunde Zahnsubstanz mehr abgetragen wird. Es handelt sich um eine mikroinvasive Behandlungsmethode. Leider eignet sich diese Methode nur bei Erkrankungen in einem sehr frühen Anfangsstadium von Patienten, deren Karies nur minimal fortgeschritten ist, ohne jede betroffene Stelle im Dentin- oder Wurzelbereich. Sobald Teile des Zahnschmelzes abgetragen oder herausgebrochen sind, ist eine Füllung bzw. ein Inlay zwingend notwendig.

Bei der Kariesinfiltration (Icon-Therapie) wird zunächst ein Ätzgel auf die kariöse Stelle aufgetragen, das den kariösen Bereich entfernen soll. Im Anschluss versiegelt Icon, ein flüssiger Kunststoff, den Zahn gegen kariogene Säuren. Der flüssige Kunststoff dringt dabei tief in die Kapillaren des betroffenen Zahns ein und wird abschließend mit UV-Licht ausgehärtet. Im Idealfall hat der betroffene Zahnbereich nach der Icon-Therapie die gleiche Farbe wie vor dem Kariesbefall.

Die möglicherweise sichtbaren Anzeichen einer kariösen Läsion des Zahnschmelzes sind farbliche Veränderungen auf den Zähnen, z.B. durch weißliche bis bräunliche oder schwarze Flecken. Zahnschmerzen können zwar auch auftreten, dies ist aber nicht immer der Fall und oftmals erst im weiteren Verlauf einer Karieserkrankung der Fall, wenn der Zahnschmelz bereits durchbrochen ist. Sollten Sie selbst Farbveränderungen wahrnehmen oder unter Zahnschmerzen leiden, empfehlen wir in jedem Fall einen Termin für eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt.

Die häufigsten Fragen zur Teleskopprothese

Wenn nur noch wenige Zähne im Kiefer vorhanden sind, sind Implantate oftmals keine Option. In einem solchen Fall ist nur noch ein herausnehmbarer Zahnersatz möglich. Auch wenn nur noch wenige Zähne im Unterkiefer oder Oberkiefer zur Verfügung stehen und als Pfeilerzähne genutzt werden können, ist eine Teleskop-Prothese realisierbar. Auch die Kombination mit Implantaten kann eine sinnvolle Option sein.

Sie ist vergleichbar mit einer abnehmbaren Brücke und zeichnet sich im Gegensatz zu einer Modellgussprothese durch eine schöne Ästhetik aus. Die Kronen sehen aus wie ein echter Zahn und sind in die Zahnreihe der herausnehmbaren Zahnprothese integriert.

Teleskopprothesen können von 5 bis zu 20 Jahren halten, sofern sie gut gepflegt und gereinigt werden und ggf. die Erweiterungsmöglichkeiten in Anspruch genommen werden.
Einfluss hat auch die Anzahl und die Stellung der noch vorhandenen Zahnsubstanz, die die Prothese trägt.

In den meisten Fällen lässt sich eine beschädigte Prothese im zahntechnischen Labor reparieren, lediglich bei komplett verbogenen Teleskopen oder sehr großen Schäden muss komplett neu gefertigt werden.

Die wichtigsten Fragen zu Füllungstherapie / Inlay

Es ist nichts Ungewöhnliches, nach einer neuen Zahnfüllung an einem bisher schmerzfreien Zahn Schmerzen zu bekommen. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Sofern der Zahn z.B. eine nun entfernte Karies hatte, kann er zu Beginn sehr empfindlich auf Kälte und/oder Kaudruck reagieren. Etwas zusätzliche Fluoridgabe und ein wenig Geduld in Verbindung mit einer Kontrolle bei uns lösen in den meisten Fällen die Problematik. In Summe kann es sogar bis zu drei Monate lang dauern, bis sich ein Zahn mit neuem Füllmaterial wieder absolut normal anfühlt.

Jedes Füllmaterial, welches wir in unserer Zahnarztpraxis verwenden, ist unmittelbar einsatzbereit zum Essen. Nur bei einer Lokalanästhesie ist zu empfehlen, mit dem Essen noch so lange zu warten bis die Wirkung Betäubungsspritze vollständig abgebaut ist – dies kann je nach Dosis zwischen 1-2 Stunden dauern. Ansonsten gibt es die Gefahr, dass Sie sich auf die Lippe, Zunge oder in die Wange beißen, ohne dass es Ihnen bewusst ist – und das tut etwas später erst weh.

Ein Tipp: Koffein unterstützt dabei, dass die Wirkung der Betäubung schneller nachlässt. Nehmen Sie sich in unserer Praxis daher sehr gerne einen Tee oder Kaffee zum Mitnehmen. Aber auch hier ist nach einer Betäubung Vorsicht geboten: Bitte nicht zu heiß trinken!

Die wichtigsten Fragen zu Veneers

• Bei Zahnlücken
• Bei Zahnfehlstellungen, z.B. wegen gekippter oder gedrehter Zähne
• Zur Korrektur sichtbarer Füllungen
• Bei Zahnhyperplasien (Zähne sind zu klein)
• Bei Verfärbungen oder Flecken, z.B. durch Schmelzbildungsstörung oder Zahnnerv-Erkrankungen, auch bei tiefen Verfärbungen der Oberfläche von Zähnen
• Bei abgebrochenen oder abgenutzten Zahnecken, z.B. durch ausgelöst durch Knirschen

Verblendschalen eignen sich für die vorderen vier Schneidezähne und die beiden Eckzähne sowie die angrenzenden Backenzähne. Dagegen bieten sich Inlays für die Seitenzähne und Kauflächen an.

Abhängig von der Pflege halten Veneers erfahrungsgemäß rund 10-15 Jahre.

Weil die Zahnästhetik der vorrangige Grund für die Versorgung mit Veneers ist und diese medizinisch nicht notwendig sind, bezahlen die Krankenkassen die Behandlung in der Regel nicht. Sie unterliegt nicht der Gebührenordnung für Zahnärzte. Abhängig von der Art sowie Anzahl der eingesetzten Veeners und dem Aufwand der Behandlung variieren die Kosten und beginnen bereits ab rund 500 Euro. Fragen Sie uns sehr gerne und wir beraten Sie offen und transparent.

Die wichtigsten Fragen zum Bleaching

Nein, denn die Zahnaufhellung bzw. das Bleaching ist eine ausgereifte Methode in der heutigen Zahnheilkunde. Der aktive Bestandteil Wasserstoffperoxid wird als Bleichgel bereits sehr lange in der Zahnheilkunde verwendet. Dabei haben umfassende klinische Studien gezeigt, dass das Bleichen der Zähne im Rahmen der Zahnaufhellung (Bleaching) unter professioneller Aufsicht absolut unbedenklich ist. Die Aufhellung von Zähnen mit Kronen und Füllungen mit Bleichgel als Aufhellungsmittel ist dabei nicht möglich.

Der nachhaltige Effekt eines Bleachings Ihrer Zähne ist von den alltäglichen Lebensgewohnheiten abhängig. Zigaretten, Kaffee, Tee und Rotwein lassen Ihre Zähne nach einem Bleaching über die Zeit wieder schneller nachdunkeln. Wir empfehlen eine sorgfältige häusliche Mundhygiene, um das Ergebnis des Bleichens möglichst lange zu erhalten. Auch ein bis zwei Mal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, beugt neuen Verfärbungen und einem Nachdunkeln vor. Auf diese Weise haben Sie erfahrungsgemäß lange Freude an natürlich hellen und weißen Zähnen nach dem Bleaching.

In manchen Fällen tritt während des Zahnbleachings oder in einem Zeitraum von bis zu 24 Stunden im Anschluss an das Auftragen des Bleichmittels bzw. Bleichens eine verstärkte Sensibilität der Zähne auf. Während des Zahnbleachings selbst kann es zu einer Empfindlichkeit an den Zähnen kommen, manche Patienten beschreiben auch ein kurzes Blitzgefühl. Diese Begleiterscheinungen sind absolut unbedenklich und für gewöhnlich schwach ausgeprägt. Wir empfehlen die Einnahme eines leichten Schmerzmittels direkt vor dem Bleaching, um einem möglichen Schmerz an Ihren Zähnen vorzubeugen.

Um ein optimales Ergebnis möglichst lange zu erhalten, empfehlen wir in den ersten zwei Tagen nach der Behandlung unbedingt, auf den Genuss von Zigaretten, E-Zigaretten und stark färbenden Lebensmitteln zu verzichten, da sonst neue Verfärbungen entstehen könnten. Vermieden werden sollten im Idealfall Rotwein, Kaffee und schwarzer Tee, dunkle Limonaden, Ketchup und farbige Saucen, farbige Zahnpasten und Mund- spülungen, sowie dunkler Lippenstift. Um das Ergebnis möglichst lange zu erhalten, empfehlen wir eine sorgfältige häusliche Mundhygiene, sowie 1-2 mal jährlich eine professionelle Zahnreinigung.

Leider halten Bleaching-Zahncremes nicht das, was sie versprechen. Sie enthalten häufig viele Schmirgelstoffe bzw. abrasive Schleifkörper und können, vor allem bei regelmäßiger Anwendung, zu einem Anrauhen des Zahnschmelzes führen. Zum einen werden die Zähne dadurch kälteempfindlich und zum anderen leiden die Zahnhälse und ggf. das Zahnfleisch. Ebenso raten wir von einem manchmal diskutierten Hausmittel wie Zitronensaft oder Backpulver für ein Zahnbleaching ab. Dies sind keine empfehlenswerten Aufhellungsmittel für Zähne – investieren Sie stattdessen besser in eine Zahnreinigung in Ihrer Zahnarztpraxis, auch dadurch werden Ihre Zähne wieder ein bisschen heller.

Die wichtigsten Fragen zur Kinderzahnheilkunde

Diese Antwort von uns als Kinderzahnarzt lautet ganz klar: ab dem ersten Zähnchen J Denn genau ab diesem Zeitpunkt gilt es auf die Zahngesundheit Ihrer Kinder zu achten. Besonders Milchzähne sind empfindlich und auch bereits anfällig für eine Karies. Dass Ihr Kind den Besuch beim Zahnarzt schon so früh wie möglich als etwas ganz Normales betrachtet, ist ebenfalls eine wichtige Entwicklung. Die Empfehlung lautet daher, mit Ihrem Kind alle zwei bis drei Mal jährlich zu uns in die Praxis zu kommen, um die dentale Entwicklung durch uns überwachen zu lassen. Erfahrungsgemäß fasst ein Kind bei jedem Termin etwas mehr Vertrauen. Und wenn es dann doch mal ein kleines Loch geben sollte, ist es für Eltern oftmals überraschend, wie unbeschwert ihr Kind mitmacht – es kennt uns nämlich schon. Behandlungen wie zum Beispiel Fissurenversieglungen von Backenzähnen oder Fluoridierungen sind dann ein Kinderspiel.

Übrigens: Jedes Kind hat vom Kinderarzt ein U-Heft. Wussten Sie bereits, dass es dieses auch vom Kinderzahnarzt gibt? Fragen Sie gerne Ihre behandelnde Zahnärztin, wir stellen Ihnen gerne kostenlos eines zur Verfügung.

Es kann schnell passieren: Ein Sturz mit dem Fahrrad oder auf Glatteis ausgerutscht – schnell ist der Zahn abgebrochen, gerissen oder ausgeschlagen. Erfahrungsgemäß kann der Zahn in vielen Fällen jedoch gerettet werden, wenn ein schnelles Handeln in der Zahnarztpraxis erfolgt.

Bei Kindern unter sechs Jahren, die in den meisten Fällen noch alle ihre Milchzähne haben, überwiegt bei einem Unfall oft der Schrecken den echten Schaden. Häufig muss nach einer Untersuchung sogar nichts gemacht werden außer über einen gewissen Zeitraum Kontrollen der betroffenen Zähne in unserer Zahnarztpraxis durchzuführen um die Entwicklung zu beobachten.

Ist Ihr Kind schon älter als sechs Jahre und hat bereits die ersten bleibenden Front-Zähne, so ist Schnelligkeit wichtig:

  1. Beruhigen Sie das Kind und schauen Sie vorsichtig in den Mund. Dabei kann die Wunde kann evtl. stärker bluten. Am besten einem Stofftuch oder mit Verbandsmaterial etwas Druck auf die blutende Stelle ausüben und den betroffenen Bereich zusätzlich von außen kühlen.
  2. Nicht weiter wackeln, sondern die Zähne in Ruhe lassen, sofern die Zähne locker sind.
  3. Suchen Sie ausgeschlagene Zähne oder Zahnteile und fassen Sie dabei nur die Zahnkrone und nicht die Wurzel an. Selbst bei einer Verschmutzung den Zahn bitte nicht selbst reinigen.
  4. Im Idealfall den Zahn sofort in eine dentale Zahnrettungsbox legen, sofern vorhanden. Diese ist in vielen Apotheken erhältlich und auch in Schulen, Kindergärten oder Sportvereinen sind die Boxen teilweise zu bekommen.
  5. H-Milch, Speichel in einem Gefäß, Frischhaltefolie oder Kochsalzlösung kommen dem dentalen Milieu vom pH-Wert am nächsten, wenn keine Rettungsbox verfügbar ist – den Zahn einfach hineinlegen und in keinem Fall trocken transportieren.
  6. Melden Sie sich dann sofort bei uns in der Praxis.
  7. Wir werden die Zähne im Detail untersuchen und versorgen. Hierbei ist eine genaue Dokumentation wegen eventueller Versicherungsansprüche wichtig für Sie.

Verschiedene Tipps und Tricks können Kinder zur Zahnpflege und zum Putzen animieren. Wir empfehlen Ihnen die folgenden Kniffe:

  • Beginnen Sie als Eltern mit dem Putzen der Zähne Ihres Kindes. Im Anschluss daran kann es noch so lange alleine putzen, wie es Lust darauf hat.
  • Am besten putzen alle gemeinsam und Zähneputzen wird zum gemeinsamen Familienritual.
  • Versuchen Sie es einmal mit Zahnputzliedern aus dem Internet, denn Musik wirkt erfahrungsgemäß auch für die Kleinen oft beschwingend.
  • Eine Kinderzahnbürste mit schönem Motiv oder in der Lieblings-Farbe des Kindes hat sich schon oft als guter Griff herausgestellt.
  • Vor allem Jungs mögen Technik und Mädchen sind kitzelig, daher lohnt es sich oft Sie eine elektrische Zahnbürste auszuprobieren
  • Verschiedene Zahncremes haben verschiedene Geschmäcker – einfach mehrere ausprobieren, die Hauptsache ist dabei der richtige Fluoridgehalt

Natürlich können wir keine Gewähr für die Tipps übernehmen J Falls es bei unseren kleinen Lieblingen trotzdem auf Anhieb nicht mit der Zahnpflege klappen sollte, werden Sie die Flinte nicht ins Korn und behalten Ihre Konsequenz. Das Zähneputzen ausfallen zu lassen, ist keine empfehlenswerte Option, denn eine Karies ist sonst schnell entstanden. Ein guter Vergleich: Auch wenn Ihr Kind sich im Auto nicht anschnallen lassen möchte, so tun Sie es dennoch….

Wenn wir z.B. in unserer Zahnarztpraxis eine Füllung an einem Backenzahn machen müssen, kann Ihr Kind u.U. eine Lokalanästhesie bekommen. In dem Fall ist für Sie als Eltern Folgendes zu beachten:

Bitte vergewissern Sie sich, dass Ihr Kind erst dann wieder etwas isst, wenn die Wirkung der Spritze vollständig abgeklungen ist. Ansonsten kann es zu Bissverletzungen der Wange, der Zunge oder der Lippen kommen – wegen der Betäubung ganz unbewusst. Daher sollten Eltern ihre Kinder auch nicht unbeaufsichtigt lassen, denn die Neugier wegen den des tauben Gefühls motiviert gerne dazu zu testen, wie sich das Beißen auf die Lippen anfühlt. Selbstverständlich erklären wir dies Ihrem Kind auch von unserer Seite am Ende der Behandlung – und das kindgerecht.

Zahnzwischenraum gibt es natürlich auch bei Milchzähnen und neben dem normalen Zähneputzen verhindert die Nutzung von Zahnseide die Entstehung von Karies in diesen Zwischenräumen. Daher ist Zahnseide für Kinder genauso wichtig wie für Erwachsene. Kleine dentale Zahnseidesticks können die Handhabung dabei erleichtern, denn der Mund von Kindern ist kleiner. Diese Sticks gibt es speziell für Milchzähne sogar in vielen Farben und mit schönen Motiven, z.B. in der Apotheke oder im Drogeriemarkt. Eine kleine Geschichte kann dabei zusätzlich unterstützen – zum Beispiel: „Das kleine Krokodil macht den Mund ganz weit auf und will noch die Pommes aus den Zähnen holen“ oder „Der kleine Fisch putzt deine weißen Muschelzähnchen noch sauber“.

Allgemein ist das Ziel, Milchzähne nicht nur wegen der Ästhetik sondern aufgrund ihrer Funktion als Platzhalter so lange wie möglich zum Kauen und zum Sprechen zu erhalten. Beispielsweise fallen manche Milchbackenzähne fall erst mit bis zu 12 Jahren raus – erst dann folgt der bleibende Zahn. Fissurenversiegelungen sind ein wichtiges Instrument, die ersten bleibenden Zähne vor Karies zu schützen.

Zudem kann ein frühzeitiger Verlust der Milchzähne auch dentale Folgeschäden wie Platzmangel oder sogar die Störung der Sprachentwicklung zur Folge haben. Dies kann kostenintensive Kieferorthopädie- oder Logopädie-Behandlungen notwendig machen.

Bereits für Kinder ab sechs Jahren, d.h. ab dem ersten bleibenden Zahn, ist Elmex Geleé zur dentalen Fluoridierung sinnvoll und geeignet, insbesondere auch für Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko. Dies gilt insbesondere auch während der Behandlungsdauer mit einer festen Zahnspange (Kieferorthopädie).

Die wichtigsten Fragen zur Zahnreinigung

Unsere Prophylaxe ist schmerzfrei, effizient und bietet hohen Komfort während der Behandlung. Eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) bei Lieblings-Zahnarzt beinhaltet die moderne Biofilm-Therapie und besteht aus den folgenden aufeinander aufbauenden Behandlungsschritten:

  1. Zu Beginn einer Prophylaxe spült jeder Patient mit einer speziellen Mundspüllösung (Chlorhexidin) seinen Mund aus, um Bakterien in der Mundhöhle zu reduzieren.
  2. Im Rahmen eines Check-ups werden vor Beginn der Behandlung Zähne und Gingiva und Mukosa beurteilt (Anamnese)
  3. Bei Bedarf bzw. auf Wunsch wird der Biofilm wird mit einer speziellen Färbelösung vor der Air-Flow® Behandlung sichtbar gemacht.
  4. Die anschließende Air-Flow® Behandlung entfernt sanft und schmerzfrei auch letzte Beläge – über und unter dem Zahnfleischrand (supra- und subgingival). Die Air-Flow® Methode vermischt Luft, Wasser und das Air-Flow® Plus Pulver und setzt das Gemisch schmerzfrei bei angenehmer und sogar wählbarer Temperatur mit konstantem Druck zur Reinigung der Zahnoberfläche ein. Optional und bei Bedarf kommt zusätzlich die Perio-Flow® Düse bzw. das Air-Flow® Classic Pulver zur Anwendung. Die hochpräzise Pulverstrahl-Technologie ermöglicht den minimalinvasiven Zugang zu Zahnfleischtaschen und Zahnersatz bzw. Implantaten.
  5. Noch verbleibender und sehr hartnäckiger Zahnstein wird bei Bedarf mit dem piezokeramischen Ultraschall-Scaler Piezon Master® sanft und effektiv entfernt. Der vibrierende Scaler gibt bis zu 32.000 lineare Schwingungen pro Sekunde ab – parallel zur Zahnoberfläche ohne jegliche seitliche Ablenkung. So werden durch das Aufbrechen der bakteriellen Zellmembranen und die Entfernung der Beläge hochpräzise Behandlungsergebnisse und angenehm geglättete Zahnoberflächen erreicht. Für maximalen Komfort passt sich die Ausgangsleistung durch die integrierte dynamische Leistungsregelung kontinuierlich an.
  6. Mit einer Explorer-Sonde wird erneut kontrolliert, ob noch weiche (Plaque) oder harte (Zahnstein) Beläge vorhanden sind.
  7. Manuell und detailverliebt entfernt unsere Prophylaxe Spezialistin mit Handinstrumenten potenziell noch vorhandene Beläge.
  8. Nach Bedarf erfolgt eine Nachpolitur mit dem Air-Flow® Plus Pulver.
  9. Zunge und Schleimhäute werden gereinigt und desinfiziert.
  10. Die Zahnzwischenräume werden zusätzlich mit Zahnseide bzw. Interdentalbürsten gereinigt
  11. Das Auftragen von Fluorid, insbesondere auf die Zahnhälse und Kauflächen, schließt die Behandlung ab, stärkt den Zahnschmelz und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge von Karies oder sonstigen Zahnkrankheiten.
  12. Mundhygiene-Instruktionen für die häusliche Mundhygiene werden individuell und bei Bedarf offen miteinander besprochen und wir freuen uns über Ihre Fragen.

Unser systematisches Vorgehen unter Anwendung der Air-Flow® Methode ist individuell auf den persönlichen Bedarf auf Basis der Anamnese zugeschnitten und angenehm für unsere Patientinnen bzw. unsere Patienten. Der oftmals übliche große Anteil des Einsatzes von Handinstrumenten und Schall- oder Ultraschall-Scalern wird bewusst reduziert. Unsere professionelle Prophylaxe ist sicher, effektiv und schonend für Zähne, Weichgewebe, Implantate und alternativen Zahnersatz. Sie lässt sich für alle Altersstufen und jeden unserer Patienten für angenehmen Komfort individuell anpassen.
Sprechen Sie uns gerne darauf an, wenn Sie zusätzlich zum genannten Leistungsumfang an einer der folgenden Leistungen interessiert sind:

  • Fissurenversiegelung
  • Polieren der Füllungsränder
  • Belagentfernung unterhalb des Zahnfleisches
  • Admira-Gleitflächenversiegelung

In unserer Zahnreinigung setzen wir auf die minimalinvasive, effektive und angenehme Biofilm-Therapie. Modernste Technik unseres spezialisierten Schweizer Lieferanten EMS reduziert unter Berücksichtigung des individuellen Bedarfs den Einsatz von Handinstrumenten und Schall- oder Ultraschall-Scalern. Die Air-Flow® Methode vermischt Luft, Wasser und das geeignete Air-Flow® Pulver und setzt das Gemisch schmerzfrei bei angenehmer und sogar wählbarer Temperatur mit konstantem Druck zur Reinigung der Zahnoberfläche ein. So werden gefährliche Bakterien bzw. Biofilm sanft, sicher und zugleich schonend für die Zahnsubstanz entfernt – dies gilt auch für hartnäckige Verfärbungen.

Die Dauer einer Prophylaxe-Behandlung ist abhängig vom Aufwand. Sie können für die Zahnreinigung je nach Aufwand zwischen 30 und 45 Minuten einkalkulieren.

Die Antwort lautet: Individuell unterschiedlich: 1-4 mal jährlich. Daher ist eine der wichtigen Fragen zur Professionellen Reinigung der Zähne nicht nur ob sie sinnvoll ist, sondern auch wie oft man sie wahrnehmen sollte. Das Intervall, in dem die Vorsorge bzw. Prophylaxe empfehlenswert ist, wird gemeinsam mit Ihnen festgelegt.

Denn offen gesagt ist es unmöglich alle „Schmutznischen“ selbständig optimal zu pflegen. Selbst bei sorgfältigstem Zähneputzen mit gut gewählter Zahnbürste sowie Zahnpasta und der täglichen Nutzung von Zahnseide und Interdentalbürsten sind nicht alle Zahnzwischenräume und Zahnfleisch-Taschen zu 100% selbständig erreichbar. Daher gehen auch Zahnärzte selbst zur Professionellen Zahnreinigung, als wichtiger Bestandteil der eigenen Kariesprophylaxe!

Die professionelle Reinigung der Zähne empfiehlt sich in den meisten Fällen zweimal bis dreimal pro Jahr. Haben Patienten eine perfekte Mundhygiene mit geringen Zahnbelägen bzw. sauberen Zahnoberflächen und ein geringes Risiko für Karies und Parodontitis kann auch ein Besuch pro Jahr ausreichend sein. Bei Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen oder bei suboptimaler Mundhygiene sollte die Frequenz der Individual-Zahnprophylaxe besser quartalsweise sein. Dies gilt insbesondere auch für Patienten mit einer chronischen Parodontitis, Implantaten oder verschiedenen Allgemeinerkrankungen, bei denen der Kariesprophylaxe bzw. Parodontitis-Vorsorge bzw. der Vermeidung von entzündlichen Zahnkrankheiten eine besondere Bedeutung zukommt.

Übrigens ist auch eine Professionelle Reinigung der Zähne für Kinder gut, besonders während Kinder eine feste Zahnspange (Brackets) tragen oder kariesanfällig sind. Im Allgemeinen ist das Auftragen von Fluorid auf die Zahnhälse ein fester Bestandteil einer jeden Prophylaxe in unserer Zahnarztpraxis ist, auch bei Kindern ab 6 Jahren bzw. dem ersten bleibenden Zahn einmal wöchentlich zusätzlich zum Zähneputzen mit der normalen Zahnbürste und Zahnpasta zu empfehlen, da Fluorid den Zahnschmelz stärkt und der Karies vorbeugt.

Unter Biofilmen versteht man die Zusammensetzungen von Bakterien, die durch Co-Aggregationsmechanismen als sogenannte Bakterienfamilien agieren und sich gegenseitig langfristig stabilisieren. So heften sich die Bakterienfamilien auch an der Oberfläche der Zähne an. Der dentale Biofilm ist der wichtigste Faktor für Karies, parodontale und periimplantäre Entzündung. Gute Mundhygiene, in Verbindung mit regelmäßiger professioneller Zahnreinigung (PZR), hält den Biofilm mit dem Ziel einer besseren oralen Gesundheit unter Kontrolle.
Unsere Biofilm Therapie bietet unseren Patienten eine systematische Lösung für im Rahmen der professionellen Prophylaxe unter Anwendung der von unserem Schweizer Lieferanten EMS entwickelten Air-Flow®, Perio-Flow® und Piezon Master® Technologien. EMS Dental ist führend in diesem Bereich und entwickelte die Technik in Zusammenarbeit mit renommierten und erfahrenen Parodontologen, Kariologen und Dentalhygienikerinnen.

Das Air-Flow® System wurde vom Schweizer Hersteller EMS entwickelt. Es dient gleichermaßen der zahnmedizinischen Prophylaxe sowie der Wiederherstellung der Zahngesundheit und verbindet drei hocheffiziente und bewährte Verfahren: die Pulverstrahlgeräte Air-Flow® und Perio-Flow® sowie das Piezon Master®, ein ultraschallgestütztes Handinstrument zur Entfernung von Belägen. Durch die Kombination dieser drei Methoden können harte (Zahnstein) und weiche (Biofilm) Zahnbeläge über und unter dem Zahnfleischrand effektiv und sehr schonend bzw. schmerzfrei entfernt werden – insbesondere auch an den Stellen, die bei der häuslichen Pflege selbst nicht erreicht werden können.

Die Air-Flow® Methode vermischt Luft, Wasser und das individuell abgestimmte Air-Flow® Pulver und setzt das Gemisch schmerzfrei bei angenehmer und sogar wählbarer Temperatur mit konstantem Druck zur Reinigung der Zahnoberfläche ein. Die Pulverpartikel entfernen Ablagerungen in kleinsten Zwischenräumen sowie störende Auflageverfärbungen, die z.B. durch Tabak oder Kaffee entstehen. Da die Methode auf der Nutzung kinetischer Energie beruht, ist ein Verkratzen der Zähne ausgeschlossen. Die Perio-Flow® Düse steht für eine hochpräzise Pulverstrahl-Technologie, die minimalinvasiven Zugang zu Zahnfleischtaschen, und Zahnersatz bzw. Implantaten ermöglicht. Verbleibender Zahnstein wird bei Bedarf mit dem piezokeramischen Ultraschall-Scaler Piezon Master® sanft und effektiv mit bis zu 32.000 lineare Schwingungen pro Sekunde entfernt.

Sofern bei einem Patienten eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist, ist eine Behandlung mit der Air-Flow® Pulverstrahl-Methode nicht oder nur eingeschränkt empfehlenswert:
– Asthma oder eine andere Erkrankung der Atemwege ist gegeben
– Eine Allergie auf Pulverinhalte ist bekannt
– Offene Verletzungen (Läsionen) der Schleimhäute sind vorhanden
– Bisphosphonate werden eingenommen, z.B. zur Hemmung von krankhaftem Knochenabbau bei Osteoporose
– Immunsuppressiva werden eingenommen, z.B. im Rahmen von Chemotherapien oder zur Vermeidung von Abstoßung nach Transplantationen
– Eine stark ansteckende Erkrankung ist vorhanden

Bei Schwangeren und Patienten mit Endokarditisrisiko sind subgingivale Behandlungen mit dem Pulverstrahlgerät ebenfalls nicht durchzuführen.

Karies, insbesondere am Zahnschmelz, ist vor einer Pulverstrahlbehandlung zu sanieren. Bei entzündeten Zahnfleischtaschen ist vor einer subgingivalen Air Flow®️-Behandlung eine systematische Parodontaltherapie durchzuführen, um das Risiko einer Einschwemmung der Bakterien in den Blutkreislauf (Bakteriämie) zu vermeiden.

Bei uns gilt: Nicht jede Zahnreinigung ist gleich. Auf der Grundlage einer ersten Kontrolluntersuchung besprechen wir mit Ihnen den individuellen Bedarf. Aus unserer Sicht gibt es nämlich keinen Grund für einen Einheitspreis, denn die Ausgangssituation und der daraus resultierende Aufwand sind unterschiedlich. Die Kosten für eine Zahnreinigung starten abhängig vom persönlichen Aufwand ab 99 Euro und liegen bei 129 Euro beim höchsten Aufwand! Eine Patientin bzw. ein Patient, die/der regelmäßig zur Prophylaxe kommt, kann sich über einen geringeren Preis freuen, weil der Aufwand geringer ist als bei einem Einzelbesuch. Bei uns wird Fleiß belohnt 🙂

Einmal jährlich steht jedem Kassenpatienten als bezahlte Leistung das Entfernen von Zahnstein oberhalb des Zahnfleisches im sichtbaren Bereich in einer Zahnarztpraxis zu. Dabei handelt es sich maßgeblich um den Zahnstein an der Innenseite der Unterkieferfrontzähne sowie im Oberkiefer an den großen Backenzähnen. Denn diese Bereiche, in denen sich die großen Speicheldrüsen im Mund befinden, kennzeichnen sich durch die höchste Entstehung von Zahnstein oder Zahnbelag.
Das Entfernen von Zahnstein ist allerdings sowohl im Aufwand als auch in Bezug auf die Zeit sehr unterschiedlich im Vergleich zu einer Professionellen Reinigung der Zähne bzw. Zahnprophylaxe. Denn bei dieser handelt es sich zunächst einmal um eine Privatleistung. Erfreulich ist jedoch, dass immer mehr Krankenkassen ihren Versicherten inzwischen Bonus- oder Förderprogramme anbieten, die eine vollständige oder wenigstens anteilige Kostenübernahme Zahnreinigung beinhalten. Wir empfehlen Ihnen daher bei Ihrer persönlichen Krankenkasse nachzufragen. Auf folgendem Link können Sie ergänzend auch direkt nachschauen:


Gesetzliche Krankenkassen unterstützen die PZR

Dies kann nicht pauschal beantwortet werden und hängt alleine vom abgeschlossenen Tarif bei Ihrer Privaten Krankenversicherung oder Zahnzusatzversicherung ab. Generell lässt sich jedoch festhalten, dass eine Zahnreinigung die Mindestleistung sein sollte, die eine Zusatzversicherung abdecken sollte.

Weitere Fragen zu Parodontitis

Parodontitis ist eine Infektionserkrankung und daher auch ansteckend. Deshalb gilt es die verschiedenen Wege einer möglichen Ansteckung im Auge zu behalten.

Parodontitis wird von einer bestimmten Gruppe aggressiver Bakterien ausgelöst und gilt ab einem Alter von 40 Jahren als häufigster Grund für den Verlust eines Zahnes. In zahlreichen wissenschaftlichen Studien der Parodontologie wurde nachgewiesen, dass Parodontitis als echte Infektionskrankheit ansteckend ist. Aus diesem Grund können Personen, die sich nahestehen, z.B. Partner, Geschwister, Eltern und ihre Kinder untereinander zu einem Risiko werden. So kann eine geteilte Trinkflasche oder ein Kuss zur Übertragung der parodontopathogenen Keime und damit der Erkrankung führen.

Daher gilt es, im Falle des Auftretens von Symptomen, z.B. Mundgeruch, Bluten des Zahnfleischs, verlängerten Zahnhälsen oder einer fühlbaren Lockerung der Zähne unsere Zahnarztpraxis für eine Kontrolluntersuchung aufzusuchen. Eine rechtzeitig erfolgte Parodontalbehandlung schützt Sie vor Zahnverlust und Angehörige vor einer Ansteckung. Langfristiger Zahnerhalt mit einem gesunden Kieferknochen ist mit einer rechtzeitigen und einmaligen professionellen Parodontalbehandlung möglich.

Zahnfleischbluten ist weit verbreitet und manchmal auch durch eine mangelnde Mundhygiene begründet, aus der eine erhöhte Anzahl schlechter Bakterien in der Mundhöhle entsteht wenn die Zahnfleischtaschen entzündet sind. Sofern es während des Zähneputzens oder beim Essen blutet, deutet das auf eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung) hin. Durch eine Professionelle Zahnreinigung in unserer Zahnarztpraxis und manchmal auch schon durch eigenes gründliches Reinigen lässt sich dies das Symptom oftmals beheben.

Wenn die Gingivitis allerdings entweder nicht als solche erkannt wird oder unbehandelt bleibt, kann sie in einen chronischen Zustand übergehen, der als Parodontitis (fälschlicherweise auch als „Parodontose“ bezeichnet) bekannter ist.

In dem Fall ist die Entzündung nun nicht mehr nur auf das Zahnfleisch beschränkt, sondern betrifft den kompletten Zahnhalteapparat. Diese chronische Erkrankung führt zu einem Knochenabbau der Kieferknochen und des Zahnhalteapparates sowie schlussendlich ohne Parodontalbehandlung (auch Parodontitisbehandlung oder fälschlich Parodontosebehandlung genannt) zur Lockerung und letztlich zum Verlust der Zähne. Faktoren wie beispielsweise Rauchen und Diabetes mellitus begünstigen das Entstehen der Erkrankung.

Weitere Fragen zur Wurzelkanalbehandlung

Die Erfolgsrate einer Wurzelbehandlung wird von der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung unter Verwendung aller zusätzlichen oben genannten Behandlungsmethoden im Durchschnitt jeder Zahnarztpraxis mit mehr als 90 Prozent angegeben. Die Erfolgschancen hängen jedoch auch davon ab, in welchem Zustand sich der Zahn und das Gewebe vor der Behandlung befinden und welche Nachsorge getroffen wird. Nach erfolgreicher Wurzelbehandlung und Wurzelfüllung sollte ein behandelter Zahn unbedingt prothetisch mit einer Krone oder Teilkrone versorgt werden.

Wie bei allen medizinischen Eingriffen am menschlichen Körper, kann keine Garantie für einen 100%igen Erfolg gegeben werden. Tritt keine Heilung ein, kann es sein, dass weitere Behandlungsschritte wie eine Wurzelspitzenresektion oder die Entfernung des Zahns notwendig werden.

Eine Wurzelbehandlung assoziieren viele Patienten mit einer schmerzhaften Prozedur. Moderne Verfahren bieten heutzutage jedoch die Möglichkeit, eine Wurzelbehandlung in den meisten Fällen so gut wie schmerzfrei durchzuführen.

Gleichzeitig ist nach jedem invasiven Eingriff eine Zeit der Regeneration zu erwarten. Während Ihr Körper den natürlichen Heilungsprozess durchläuft, kann sich dieser in leichten bis mittleren Beschwerden äußern. Die Symptome sind von kürzerer Dauer und können in der Regel mit Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol vollständig eingedämmt werden. Nur selten wird zusätzlich ein Anitibiotikum verabreicht. Generell fühlt sich ein behandelter Zahn nach der Wurzelfüllung noch für eine Weile anders an als die umgebenden Zähne – dies ist ganz normal.

Ziel einer Wurzelbehandlung (auch Wurzelkanalbehandlung oder Endodontologie) ist immer der Zahnerhalt. Wir sind davon überzeugt, dass keine Form von Zahnersatz so gut sein kann wie die Natur. Daher ziehen wir einen Zahn nur als letztes Mittel. Notwendig wird eine Wurzelbehandlung bei einem geschädigten Zahnnerven im fortgeschrittenen Stadium einer Kariesinfektion. Durch eine Wurzelkanalbehandlung, die sowohl bei lebenden, also auch bei entzündeten oder bereits schon abgestorben Zahnnerven durchgeführt werden, lässt sich ein Zahn in vielen Fällen erhalten. Der Behandlungserfolg ist dann von Dauer, wenn alle Bakterien sowie abgestorbenes Gewebe aus den Wurzelkanälen restlos entfernt wurden und keine neue Infektion auftritt. Ein Füllmaterial verschließt den behandelten Zahn abschließend dicht.

Zähne mit einer Wurzelbehandlung sind aufgrund ihrer Vorgeschichte im Zahninneren in den meisten Fällen schon tief zerstört und können durch eine Füllung nicht so stabilisiert werden, dass sie dem Kaudruck dauerhaft standhalten. Eine Krone umschließt den Rest des Zahnes nach der Endodontie fest. Somit kann sie die verloren gegangene Stabilität wiederherstellen und vermindert deutlich die Frakturgefahr des betroffenen Zahnes.

Die Wurzelkanalbehandlung stellt eine erfolgversprechende und lohnenswerte Behandlungsmethode dar und ist die einzige Möglichkeit, eine Wurzelspitzenresektion und mögliche Zahnentfernung zu vermeiden. Die Kosten sind kalkulierbar und in jedem Fall günstiger als jeglicher Zahnersatz (Implantat, Brücke o.ä.) im Falle eines Zahnverlustes. Darüber hinaus sind natürliche Zähne in aller Regel besser als jede Form des Zahnersatzes.

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