Hausmittel gegen Mundgeruch: Was hilft gegen Knoblauchfahne und Co.?

Dr. Eva-Maria Prey

Autorin: Dr. Eva-Maria Prey

Veröffentlicht am: 17. Januar 2022

Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2025

Lesedauer: 5 Minuten

Warum Äpfel, Zitronen oder Kräuter für frischen Atem sorgen und warum Zähneputzen allein nicht ausreicht

Wir haben nachfolgend spannende Fakten über Halitosis sowie klassische Hausmittel gegen Mundgeruch zusammengestellt, die auf natürliche Weise für frischen Atem sorgen. Aber: Das wirkungsvollste Mittel gegen Mundgeruch ist und bleibt eine umfangreiche Zahn- und Mundhygiene. Nur so bleibt der Mundraum gesund und schädliche Bakterien haben keine Chance!

Völlig normal: Mundgeruch am Morgen

Äpfel, Zitrone, Milch: Beliebte Lebensmittel gegen Mundgeruch

Zitrone: Wer es sauer mag, kann (unbehandelte) Zitronenscheiben essen. Die säurehaltigen Inhaltsstoffe mildern schlechten Atem. Etwas weniger radikal: den Saft einer halben Zitrone mit ca. 150 ml Wasser mischen und als Mundwasser nutzen.

Milch: Der bekannte Klassiker bei Zwiebel- oder Knoblauchfahne. Vor allem fetthaltige Milch minimiert die schwefelhaltigen Verbindungen im Rachen – am besten übrigens, wenn sie bereits während des Essens getrunken wird, um dem Mundgeruch vorzubeugen.

Grüner Tee: Er enthält Polyphenole (Antioxidantien), die schlechte Gerüche im Mund bekämpfen.

Ingwer: Die gesunde Knolle gilt als Wunderwaffe fürs Immunsystem – und sorgt beim Kauen für frischen Atem. Ingwer enthält die Chemikalie 6-Gingerol. Es ist für den scharfen Geschmack verantwortlich und führt dazu, dass ein Speichelenzym ausgeschüttet wird, welches den Mundgeruch neutralisiert.

Teebaumöl: Das ätherische Öl wirkt antibakteriell. Es kann entweder im lauwarmen Wasser als Mundspülung angewandt oder mit wenigen Tropfen direkt auf der Zahnbürste verwendet werden.

Ölziehen: Den Mundraum mit einer kleinen Menge Kokos-, Sesam-, Sonnenblumen- oder Olivenöl spülen. Dadurch werden nicht nur Giftstoffe, sondern auch Bakterien ausgeschwemmt.

Kaffee: Wird er getrunken, führt er zu schlechtem Atem. Werden allerdings nach dem Essen Kaffeebohnen zerkaut, können die darin enthaltenen antibakteriellen Stoffe helfen, Mundgeruch zu verhindern.

Mundgeruch Selbsttest: Riecht der eigene Atem komisch?

Wer wissen möchte, ob der eigene Atem schlecht riecht, sollte jemand Vertrautes offen fragen. Wem das unangenehm ist, der kann auf simple Mundgeruch-Selbsttests zurückgreifen.

Handgelenk- oder Handrückentest: Mehrmals mit der Zunge über das gereinigte Handgelenk oder den sauberen Handrücken lecken, kurz warten und dann an der entsprechenden Stelle riechen.

Speicheltest: Speichel in ein Glas spucken, mit einem Deckel verschließen. Nach etwa fünf Minuten den Deckel abnehmen und riechen.

Luftbeuteltest: Den Atem in eine kleine Plastiktüte pusten, die Tüte zuhalten und anschließend vor der Nase öffnen und die Luft langsam entweichen lassen.

Zungentest: Mit Zungenschaber oder Wattestäbchen vom hinteren Zungenbereich etwas Belag abstreifen. Kurz warten, dann an dem abgeschabten Belag riechen.

Ab zum Arzt: Wann sollte Mundgeruch behandelt werden?

Ein gesunder Mund wird selten krank: Wie kann ich Mundgeruch vorbeugen?

Es gibt eine Vielzahl von Hausmitteln gegen Mundgeruch. Fakt ist jedoch: Um Mundgeruch effektiv vorzubeugen, ist eine umfassende Mund- und Zahnhygiene das A & O!

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