Gibt es Einschränkungen bei der Anwendung der Air-Flow® Methode (Kontraindikationen)?

Sofern bei einem Patienten eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist, ist eine Behandlung mit der Air-Flow® Pulverstrahl-Methode nicht oder nur eingeschränkt empfehlenswert:
– Asthma oder eine andere Erkrankung der Atemwege ist gegeben
– Eine Allergie auf Pulverinhalte ist bekannt
– Offene Verletzungen (Läsionen) der Schleimhäute sind vorhanden
– Bisphosphonate werden eingenommen, z.B. zur Hemmung von krankhaftem Knochenabbau bei Osteoporose
– Immunsuppressiva werden eingenommen, z.B. im Rahmen von Chemotherapien oder zur Vermeidung von Abstoßung nach Transplantationen
– Eine stark ansteckende Erkrankung ist vorhanden

Bei Schwangeren und Patienten mit Endokarditisrisiko sind subgingivale Behandlungen mit dem Pulverstrahlgerät ebenfalls nicht durchzuführen.

Karies, insbesondere am Zahnschmelz, ist vor einer Pulverstrahlbehandlung zu sanieren. Bei entzündeten Zahnfleischtaschen ist vor einer subgingivalen Air Flow®️-Behandlung eine systematische Parodontaltherapie durchzuführen, um das Risiko einer Einschwemmung der Bakterien in den Blutkreislauf (Bakteriämie) zu vermeiden.