Was ist zu tun, wenn ich mit den Zähnen knirsche?

Wenn Sie oder ggf. Ihr Partner bemerkt, dass Sie tagsüber (Wachbruxismus) oder nachts (Schlafbruxismus) öfter mit den Zähnen knirschen bzw. diese aneinander reiben oder fest aufeinanderpressen, empfehlen wir Ihnen einen Besuch in unserer Zahnarztpraxis, damit wir die Ursachen näher untersuchen und die auftretenden Symptome nach einer Funktionsanalyse mildern können, z.B. durch die Therapie mit einer individuellen Aufbissschiene (Okklusionsschiene).

Sofern eine nicht gut sitzende Füllung, ein Inlay oder sonstiger Zahnersatz der Auslöser fürs Knirschen ist, kann dies in den meisten Fällen recht problemlos durch Abschleifen der betroffenen Oberflächen gestoppt werden.

Die Maßanfertigung einer Aufbiss-Schiene (Okklusions- bzw. Michiganschiene) aus transparentem Kunststoffmaterial schafft oftmals Abhilfe. Der unmittelbare Kontakt der Zahnreihen bzw. Zähne des Ober- und des Unterkiefers beim Beißen wird dadurch verhindert und der Zahnschmelz sowie Zahnhalteapparat geschützt und zeitgleich die Kiefergelenke entlastet.
Zudem können wir im Bedarfsfall Physiotherapie mit Schwerpunkt Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) verschreiben. Entsprechende physiotherapeutische Übungen fördern die Durchblutung, lockern die Muskeln und trainieren die Bewegungen des Kiefers. Auch zu Hause lässt sich dem Zähneknirschen durch entsprechende entspannende Übungen eines Physiotherapeuten vorbeugen.
In seltenen Fällen sind beim Zähneknirschen in der Therapie ergänzend und für begrenzte Zeit auch schmerzlindernde Medikamente oder muskelentspannende Mittel (Muskelrelaxans) ratsam.