Schöne Zähne durch Keramik-Veneers

Mit Prep- oder Non-Prep-Veneers können Fehlstellungen, Zahnverfärbungen und Co. effektiv und schonend behoben werden.

Natürlich strahlend weiß, lückenlos und gerade: Schöne Zähne gelten als Inbegriff für Attraktivität, Gesundheit und Vitalität. Leider sind die wenigsten von Haus aus mit einem Hollywood-Lächeln gesegnet. Ob Zahnverfärbungen, Fehlstellungen oder Zahnlücken: Gut jeder fünfte Deutsche ist mit dem Aussehen seiner Zähne unzufrieden. Mit natürlich wirkenden und zahnschonenden Methoden lässt sich heutzutage leicht nachhelfen. Besonders beliebt: Zahn-Veneers. Galten die Verblendschalen aus Keramik vor einigen Jahren noch als Wundermittel in der Welt der Reichen und Schönen für perfekte Zähne, lassen sich inzwischen immer mehr Menschen vor allem kleine Makel an den Frontzähnen verblenden.

Doch warum sind die hauchdünnen Keramikblättchen so beliebt und werden immer häufiger nicht nur aus zahnästhetischer sondern auch aus zahnmedizinischer Sicht empfohlen? Wir haben nachfolgend Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die zahnfarbenen Keramikschalen zusammengestellt.

Was sind Zahn-Veneers?

Der Begriff „veneer“ stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Furnier“ – und ebenso wie diese Verblendungen schlichte Holzplatten und Oberflächen aufwerten, verleihen die hauchdünnen, maßgefertigten Zahnverblendungen den eigenen Zähnen einen neuen, natürlichen Look.

Mit den kleinen Verblendschalen aus Keramik können Zähne mit minimalem Aufwand und Substanzverlust ästhetisch optimiert werden, um Patienten und Patientinnen den Wunsch nach einem strahlenden Lächeln zu erfüllen. Das Prinzip ist dabei ebenso simpel wie effektiv: Die vollkeramischen Schalen werden auf die Zahnflächen geklebt und bleiben dort für viele Jahre. Auf diese Weise können die Stellung, die Form und die Farbe der Front- und Eckzähne im Ober- und Unterkiefer verändert werden, ohne dass hierfür zu viel Zahnsubstanz abgetragen werden muss, wie es bei klassischem Zahnersatz – beispielsweise einer Krone – notwendig wäre.

Welche Veneers-Arten gibt es?

Besonders, wenn Form oder Stellung der Frontzähne verändert werden sollen oder müssen, um dem individuellen Wunsch nach schönen Zähnen zu entsprechen, kommen häufig konventionelle Veneers zum Einsatz. Für diese Prep-Veneers muss an den Zähnen minimal Substanz abgetragen werden, um Platz für die vom Zahntechniker maßgefertigten Verblendschalen zu schaffen und ein natürliches Ergebnis zu erzielen. Hier gilt die Regel: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Da lediglich der Zahnschmelz leicht beschliffen wird, spricht man auch von einem minimal-invasiven Eingriff. Ebenfalls beliebt sind die so genannten Non-Prep-Veneers (z.B. Lumineers). Diese gerade einmal 0,2 mm dünnen Blättchen aus Vollkeramik werden ohne Präparation direkt auf die zuvor gründlich gereinigten, trockenen Zähne geklebt; ein vorheriges Beschleifen ist nicht erforderlich.

Für wen eignen sich Non-Prep-Veneers?

Non-Prep-Veneers werden in der Zahnästhetik zum Beheben kleinerer Mängel an den Front- und Schneidezähnen verwendet. Im Vergleich zu den klassischen Veneers ist der Behandlungsablauf schneller und einfacher. Das Verfahren ist absolut schmerzfrei, eine örtliche Betäubung ist nicht notwendig. In der Regel ist ein Termin für den Abdruck und ein weiterer für das Aufbringen der Non-Prep-Veneers ausreichend. Zudem handelt es sich um ein reversibles Verfahren: Die Veneers könnten auf Wunsch rückstandslos entfernt werden.

Die Kosten für Non-Prep-Veneers sind ähnlich wie die für konventionelle Keramikschalen.Größere Mängel wie Zahnfehlstellungen oder starke Zahnverfärbungen lassen sich mit diesen besonders dünnen Verblendschalen nicht beheben.

Wie ist der Ablauf der Behandlung mit Zahn-Veneers?

Um sicherzugehen, dass die Zahnverblendung am Ende zu den vom Patienten oder der Patientin gewünschten schönen Zähnen führt, wird in der Zahnarztpraxis ein so genanntes Mock-up gemacht. Dadurch lassen sich die Veneers durch eine von der Zahntechnik durchgeführte Simulation am Modell zunächst probeweise im Mund ansehen – quasi ein Prototyp. Nach erfolgreicher Anprobe wird mit der Behandlung gestartet. Für die Keramik-Veneers bedeutet das, dass die Zähne schmerzfrei unter örtlicher Betäubung beschliffen werden und ein Abdruck oder Scan erstellt wird. Außerdem wird gemeinsam die gewünschte Zahnfarbe bestimmt. Durch einen natürlichen Farbton sind die Zahn-Veneers später optisch von einem echten Zahn nicht mehr zu unterscheiden. Rund zehn Tage dauert es, bis die Verblendschalen vom Zahntechnik-Labor gefertigt wurden und in der Zahnarztpraxis mittels speziellem Klebeverfahren – der Adhäsiv-Technik – eingesetzt werden können. In der Zwischenzeit werden die Zähne mit einem Provisorium versorgt.

Übrigens: Professionell angebracht und bei guter Zahnpflege halten Keramik-Veneers bis zu 15 Jahre.

Wann sind Zahn-Veneers aus medizinischer Sicht sinnvoll?

Sind die Front- oder Seitenzähne geschädigt, aber die Zahnsubstanz ist noch gut erhalten – beispielsweise bei abgesplitterten Zähnen, geschädigtem Zahnschmelz oder frei liegenden Zahnhälsen – können Veneers aus zahnmedizinischer Sicht eine sinnvolle Alternative zum klassischen Zahnersatz sein. Anders als bei Kronen oder Teilkronen wird bei Zahn-Veneers nur die Oberfläche, sprich der Zahnschmelz behandelt. Die gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten, während diese bei einer Zahnkrone großflächig abgetragen werden müsste. Die Zahnverblendungen sind sowohl für die Zähne als auch für das Zahnfleisch schonend. Aufgrund der speziellen Verklebung sowie der hauchdünnen Fertigung werden sie vollflächig bis an den Zahnfleischrand aufgebracht und reizen es nicht. Ein weiterer positiver Effekt: Auf der glatten Keramik-Oberfläche der kleinen Blättchen bleiben Belege sogar weniger haften als auf dem natürlichen Zahn.

Wie hoch sind die Kosten für Veneers?

Die Keramik-Verblendschalen werden maßgefertigt im Labor hergestellt. Die Kosten für ein Veneer pro Zahn liegen zwischen 750 und 1.000 Euro. Sind die zu behandelnden Zähne großflächig gefüllt, ist es situativ möglich, einen Zuschuss der gesetzlichen Krankenkasse zu beantragen. Bei privaten Krankenversicherungen ist je nach Vertrag sogar die vollständige Kostenübernahme möglich. Auch viele Zahnzusatzversicherungen haben eine Behandlung mit Veneers in ihrem Leistungskatalog. Für eine konkrete Kostenübersicht und einen aussagekräftigen Heil- und Kostenplan ist eine individuelle Beratung in der Zahnarztpraxis unerlässlich.

Fazit: Veneers sind eine moderne und zahnschonende Methode der Zahnästhetik für strahlend weiße, schöne Zähne – und mit entsprechender Zusatzversicherung bleiben die Kosten für Veneers im Rahmen. Allerdings sind eine gute Mundhygiene sowie die regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt beziehungsweise der Zahnärztin unerlässlich, um schöne Zähne und glatte Zahnoberflächen langfristig zu erhalten – egal, ob es sich um das natürliche Gebiss oder um verblendete Zähne handelt!